Donnerstag, 31. Dezember 2009

BALD IST ES HIER, DAS NEUE JAHR


EIN JAHR

Ein Jahr ist nichts, wenn man's verputzt,
ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt.
Ein Jahr ist nichts; wenn man's verflacht;
ein Jahr war viel, wenn man es ganz durchdacht.
Ein Jahr war viel, wenn man es ganz gelebt;
in eigenem Sinn genossen und gestrebt.
Das Jahr war nichts, bei aller Freude tot, das uns im Innern nicht ein Neues bot.
Das Jahr war viel, in allem Leide reich, das uns getroffen mit des Geistes Streich.

Ein leeres Jahr war kurz, ein volles lang: nur nach dem Vollen mißt des Lebens Gang,
ein leeres Jahr ist Wahn, ein volles wahr.
Sei jedem voll dies gute, neue Jahr.

Hanns Freiher von Gumppenberg



Ich wünsche Euch allen , egal wo, wie und wann ihr feiert
ein wunderbares neues Jahr!! Was das neue Jahr bringen wir...wir wissen es noch nicht ... aber möge es Euch nur Gutes bringen!! Und wenn es einmal nicht so gut läuft ...nicht den Mut verlieren...es scheint auch wieder die Sonne ! Also feiert schön und kommt gut ins neue Jahr !

Samstag, 26. Dezember 2009

1.GEHEIMNIS

So nun schön langsam kann ich die diversen Geheimisse der letzen Wochen lüften!!!
Hier gleich einmal das Erste:


Die Kette habe ich im zuge eines Weihnachtswichteln für mein liebes Wichtelkind gehäkelt!


Ich habe ich 1,3mm farblose Glasperlen mit diversen QiltgarnenHolzoliven umhäkelt!
Farbwunsch war "Beerentöne"


Das mache ich sehr gerne , da man da wunderbar mit diversen Farben "spielen" kann und wunderbare Effekte erzielen kann!
Die Kette ist gut angekommen und Renate (die Beschnekte) hat sich auch sehr darüber gefreut

Mittwoch, 23. Dezember 2009

EIN FROHES FEST

Laute Nacht, heilige Nacht (Barbara Cratzius)

Nicht stille Nacht - Heilige Nacht, sondern......

Laute Nacht - Heilige Nacht!

Glaubt nicht, sie war ganz leise die erste heilige Nacht!

Die Könige auf der Reise, die haben Lärm gemacht

Kamele, Diener, Pferde, das stampft und klirrt von fern.
Es dröhnt und bebt die Erde. Sie folgen ihrem Stern.

Alessandro Botticelli, 1475Tempra auf Holz

Und erst die Engelscharen!

Wie rauscht ihr Flügelschlag

Und die Posaunen waren
laut wie am Jüngsten Tag!

Dazu die hellen Chöre, die schwingen sich empor.

O Bethlehem, so höre! Der Herr steht vor dem Tor!

Es blöken all die Schafe, vom Berge schallt Gebell,
als mitten in dem Schlafe das Licht erglänzt so hell.

Da schrein die Hirten alle kann keiner stumm mehr sein!
Eilen hin zum Stalle, wir suchen seinen Schein

Da ist bei all dem Toben das Kind nun aufgewacht.
Glaubt nicht, sie war ganz leise die erste heilige Nacht.


Ich wünsche all meinen Lesern eine wunderschöne ,und besinnliche Weihnachtszeit im kreise Eurer Familien!!!

Verbring schöne und harmonische Stunden miteinander und geniest das Beisammensein!!!

Albanisch: Gëzuar Krishlindjet!
Arabisch: I’D Miilad Said!
Armenisch: Shenoraavor Nor Dari!
Bulgarisch: Vasel Koleda!
Chinesisch (Mandarin): Kung His Hsin Nien!
Daenisch: Glædelig Jul!
Englisch: Merry Christmas!
Estnisch: Rõõmsaid Jõulupühi!
Finnisch: Hyvaeae Joulua!
Französisch: Joyeux Noël!
Griechisch: Kala Christougenna!
Hebräisch: Mo’adim Lesimkha!
Hindi: Shubh Naya Baras!
Indonesisch: Selamat Hari Natal!
Italienisch: Buon Natale!
Japanisch: Shinnen omedeto!
Kantonesisch: Seng Dan Fai Lok!
Katalanisch: Bon nadal!
Kroatisch: Sretan Bozic!
Kurdisch: Seva piroz sahibe!
Lettisch: Prieci’gus Ziemsve’tkus!
Litauisch: Linksmu Kaledu!
Malaysisch: Selamat Hari Natal!
Mazedonisch: Streken Bozhik!
Niederländisch: Vrolijk Kerstfeest!
Norwegisch: God Jul!
Polnisch: Wesolych Swiat!
Portugiesisch: Boas Festas!
Rumänisch: Craciun fericit!
Russisch: Pozdravlyayu s prazdnikom Rozhdestva!
Schwedisch: God Jul!
Serbisch: Sretam Bozic!
Slowakisch: Vesele Vianoce!
Slowenisch: Vesele bozicne praznike!
Spanisch: Feliz Navidad!
Suaheli: Krismas Njema Na Heri!
Thai: Suksan Wan Christmas!
Tschechisch: Prejeme Vam Vesele Vanoce!
Ukrainisch: Veseloho Vam Rizdva!
Ungarisch: Kellemes Karacsonyiunnepeket!
Vietnamesisch: Chuc Mung Giang Sinh!
Weissrussisch: Winshuyu sa Svyatkami

NUR NOCH EINMAL SCHLAFEN:::

...und dann ist es soweit!!!
Und bis dahin ,möchte ich Euch gerne die Zeit mit dieser netten Geschichte übers Christkind , verkürzen!
Ich lese sie immer wider gerne!!

WORÜBER DAS CHRISTKIND LÄCHELN MUSSTE

Als Josef mit Maria von Nazareth her unterwegs war,um in Bethlehem anzugeben,daß er von david abstamme - was die Obrigkeit so gut wie unsereins hätte wissen könnewn,weil es ja längst geschrieben stand -,um jene Zeit also kam der Engel Gabriel heimlich noch einmal vom Himmel herab,um im Stalle nach dem Rechten zu sehen.Es war ja sogar für einen Erzengel in seiner Erleuchtung schwer zu begreifen,warum es nun der allerbärmlichste Stall sein mußte,in dem der Herr zur Welt kommen sollte,und seine Wiege nichts weiter als eine Futterkrippe.
Aber Gabriel wollte wenigstens noch den Winden gebieten,daß sie nicht gar so grob durch die Ritzen pfiffen,und die Wolken am Himmel sollten nicht gleich wieder in Rührung zerfließen und das Kind mit ihren Tränen überschütten,und was das Licht in der Laterne betraf,so mußte man ihm noch einmal einschärfen,nur zu blenden und zu glänzen wie der Weihnachtsstern.
Der Erzengel stöberte auch alles kleine Getier aus dem Stall
,die Ameisen und Spinnen und die Mäuse,es war nicht auszudenken,was geschehen konnte,wenn die Mutter Maria vielleicht vorzeitig über eine Maus entsetzte!
Nur Esel und Ochse durften bleiben,der Esel,weil man ihn später ohnehin für die Flucht nach Ägypten zur Hand haben mußte,und der Ochs,weil er so riesengroß und so faul war,daß ihn alee Heerscharen des Himmels nicht hätten von der Stelle bringen können.
Zuletzt verteilte Gabriel noch eine Schar Engelchen im Stall herum auf den Dachsparren,es waren solche von der kleinen Art,die fast nur aus Kopf und Flügeln bestehen.Sie sollten j
a auch bloß still sitzen und achthaben und sogleich Bescheid geben,wenn dem Kinde in seiner nackten Armut etwas Böses drohte.Noch ein Blick in die Runde,dann hob der Mächtige seine Schwingen und rauschte davon.
Gut so.Aber nicht ganz gut,denn es saß noch ein Floh auf dem Boden der Krippe in der Streu und schlief.Dieses winzige Scheusal war dem Engel Gabriel entgangen,versteht sich,wann hatte auch ein Erzengel je mit Flöhen zu tun!

Als nun das Wunder geschehen war,und das Kind lag lebhaftig auf dem Stroh,so voller Liebreiz und so rührend arm,da hielten es die Engel unterm Dach nicht mehr aus vor Entzücken,sie umschwirrten die Krippe wie ein Flug Tauben.Etliche lächelten dem Knaben balsamische Düfte zu,und die anderen zupften und zogen das Stroh zurecht,damit ihm ja kein Hälmchen drücken oder zwicken möchte.
Bei diesem Geraschel erwachte aber der Floh in der Streu.Es wurde im gle
ich himmelangst,weil er dachte,es sei jemand hinter ihm her,wie gewöhnlich.Er fuhr in der Krippe herum und versuchte alle seine Künste,und schließlich,in der äußersten Not,schlüpfte er dem göttlichen Kinde ins Ohr.
"Vergib mir!" flüsterte der atemlose Floh,"aber ich kann nicht anders,sie bringen mich um,wenn sie mich erwischen.Ich verschwinde gleich wieder,göttliche Gnaden,laß mich nur sehen,wie!" Er äugelte also umher und hatte auch gleich seien Plan.
"Hör zu",sagte er,"wenn ich alle Kraft zusammennehme und wenn du stillhälst,dann könnte ich vielleicht die Glatze des heiligen Josef erreichen,und von dort weg kriege ich das Fensterkreuz und die Tür..."

"Spring nur!" sagte das Jesuskind unhörbar,"ich halte still!" Und da sprang der Floh.Aber es ließ sich nicht vermeiden,daß er das Kind ein wenig kitzelte,als er sich zurechttrückte und die Beine unter den Bauch zog.
In diesem Augenblick rüttelt die Mutter Gottes ihren Gemahl aus dem Schlaf.
"Ach,sieh doch!" sagte Maria selig, "es lächelt schon!"
Heinrich Waggerl(1897-1973)

In diesem Sinn wünsche ich Euch für heute wenig Stress und dass ihr Zeit findet ein wenig zu lächeln!!!!

Sonntag, 20. Dezember 2009

CHRITMAS MYSTERY 2009 fertig

Nun ist mein gestickter Weinachtsmystery aus der Marqoir Group fertig!!!
Entworfen hat es Tam


Ich habe die Form für mich etwas umgeänder! Ursprünglich sollte der Sampler Oval-Förmig werden! Das gefiel mir nicht so richtig und so begradigte ich den Entwurf unten! Und nun erinnert es an ein Kirchenfenster!
Das Rahmen war gar nicht so einfach...fertig bekommt man so etwas nicht!


Also , Packpapier...gesticktes Teil darauflegen, mit einer Nadel Konturen sticheln, die Konturen um ca 2 cm vergrößern, auf den Stoff auflegen ausschneiden, genauso auf einen starken Karton kopieren und ausschneiden, den Stoff auf den Karton kleben, das Gestickte auf eine Styroporplatte spannen , und nun den überzogenen Rahmen schön Mittig aufetzen, verkleben und zu guter letzt das Ganze auf einen Keilrahmen oder Styroporplatte spannen!!

4.ADVENT

Nun ist es soweit ...die 4.Kerze brennt auf unseren Adventkränzen und verbreitet besinnlichkeit und behaglichkeit!!!

Hier ein wenig über die Gechichte über diesen meist grünen Kranz
Wie schon beim Christbaum, so hatte auch der Weihnachtsbrauch des Adventkranzes seinen Ausgangspunkt in Deutschland. Dort lebte im 19. Jahrhundert Johann Hinrich Wichern, der ein Erziehungshaus errichtete. Das Haus, das an sich ein grosser Bauernhof war, wurde als das "Rauhe Haus" bezeichnet und dort betreute er arme Kinder.

Johann Wichern(1808-1881)

Diesen Kindern erzählte er fortwährend von der Adventzeit und von Weihnachten und die Kinder fragten immer öfter, wann denn endlich Weihnachten wäre. Deshalb entwickelte er die Idee, einen Holzkranz mit 23 Kerzen zu bestücken. Vier Kerzen waren für die Sonntage bestimmt und grösser als die 19 anderen. Jeden Tag wurde eine Kerze zusätzlich angezündet und so konnten die Kinder die Dauer des Advents erkennen.

Diese Idee wurde in Deutschland schnell verbreitet, wobei der heute gültige Brauch, den Adventkranz mit vier Kerzen für die Adventsonntage zu bestücken, sich bald durchsetzte. Von Deutschland aus eroberte dieser Weihnachtsbrauch viele Länder. In Österreich gibt es den Brauch des Adventkranzes seit etwa 1930. Wobei in Österreich der Kranz Adventkranz, in Deutschland Adventskranz heisst.

Immergrünes gab es allerdings schon vor 600 Jahren. Zweige von Wacholder, Misteln, und Tannengrün symbolisierten ungebrochene Lebenskraft. Haus und Hof sollten vor Schaden bewahrt bleiben!

Und auch die Kerzen haben ihhre Geschchte.
Schon im 14.Jhd. galten sie als Zeichen der Hoffnung , auf eine neue, hellere Zeit !
Kerzen in der Adventzeit waren traditionell rot , als Zeichen von Christi Blut das er vergossen hat!

Unser Adventgesteck

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen wunderschönen , besinnlichen Advent im Kreise Eurer Lieben!!
Lasst blos keinen Stress aufkommen, und geniest wenigstens kurze Zeit ein wenig Ruhe , einen schönen Spaziergang(schön warm anziehen)...danach eine gute Tasse Tee oder Kaffee...

Freitag, 18. Dezember 2009

ADVENTKALENDER

Kurz entschlossen haben sich Gaby und ich , heuer uns gegenseitig mit einem Adventkalender zu überraschen!!!
Es machte riesen Spass , nette Kleinigkeiten zusammenzusuchen, zu besorgen, zu verpacken und dann schnell zu verschicken!!
Und hier nun der Inhalt meiner Päckchen 1 -18....oh ja ich weis.....ich hätte längst mal fotografieren sollen....aaaaber immer wieder ..morgen, morgen...heute habe ich mich bei den Ohren gezogen und hier mal eine kleine Collage all der lieb ausgesuchten Kleinigkeiten von Gaby für mich


Wunderbare Sachen kamen da zum Vorschein...., Badeöl zum entspannen(kann man ja in diesen Tagen gut gebrauchen), eine Stickanleitung von Little House verpackt in einem wunderhübschen selbstgesticktem Säckchen, Stickgarn(hihihi wir schickten uns gegenseitig das gleich Garn), Weihnachtliches Dekomaterial, das natürlich schon im Haus verteilt ist und wunderbar passt, kleine Seidenröslein, eine gnz tolles Samtpassepartout mit Magnet (ups, ich sehe gerade , das fehlt auf dem Foto, das kommt wenn man so schlampig mit dem Fotografieren ist "schäm") und noch viele süsse( Schoko ist schon verzehrt ) Aufmerksamkeiten über die ich mich liebe Gaby sehhhhr freue!!!!

Mittwoch, 16. Dezember 2009

'Santa and his singing reindeer'

Ein bisschen zum Schmunzeln...Ton einschalten nicht vergessen!!!


video

Dienstag, 15. Dezember 2009

DIE KRIPPE

Wer kennt sie nicht, und in vieeeeelne Haushalten ist es ein uralter Brauch um die Weihnachtszeit, eine Krippe aufzustellen!!
In vielen Familien gibt es uralte Krippen die seit Generationen gesammelt, gepflegt und jedes Jahr erweitert wird ! So entstehen richtigeKrippenlLandschaften!!!
Es gibr viele Arten von Krippen...die Alpenländische ...wie sie in viele Hauhalten unter dem Christbaum stehen, die orientalische , die Kastenkrippe, auch genannt "arme Leute-Krippe" , berühmt ist auch die Neapolitanische Krippe deren Figuren an die Masken der italienischen Commedia dell'arte erinnern.

Hier nun etwas über die Entstehung des Krippenbrauches:

Über den Anfang der Weihnachtskrippe gibt es keine gesicherten Nachweise. Sie ist aber sicherlich nicht zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt und Ort entstanden, sondern blickt auf eine lange Entwicklung mit mehreren Wurzeln zurück.

Vorläufer unserer Weihnachtskrippe sind bildliche Darstellungen, die Themen aus der Kindheitsgeschichte Jesu behandeln.

Als Hauptwurzel unserer Krippen ist das geistliche Schauspiel zu nennen. Es entstand aus dem liturgischen Wechselgesang und befasst sich mit den Geschehnissen der Heiligen Nacht bis hin zur Passion.
Hier ist vor allem Franz von Assisi zu erwähnen, der im Jahr 1223 in einer Höhle bei Greccio das Weihnachtsfest feierte. Er stellte eine Futterkrippe auf und daneben einen lebendigen Ochsen und Esel. Vor dieser Höhle hielt Franziskus eine Weihnachtspredigt. So schaffte er es, den Menschen das Geheimnis der Weihnachtsbotschaft nahe zu bringen. Franz von Assisi wird auch immer wieder als Vater des Krippenbaus bezeichnet.

Altar in St. Maria Maggiore in Rom – Älteste Krippendarstellung

Ein bedeutsames Jahr für die Entwicklung der Krippe war 1291. Der Kanoniker Pandolfo stiftete eine Kapelle im Seitenschiff von S. Maria Maggiore in Rom. Diese Kapelle enthielt einen Altar mit verstellbaren Alabasterfiguren des Florentiner Bildhauers Arnolfo di Cambio. Die Figuren stellen die Anbetung der Könige dar. Dies ist die älteste erhaltene Krippe der Welt.
Die älteste dokumentarische Bezeugung einer krippenartigen Darstellung findet sich in einem Vertrag von 1384. Ein Künstler soll eine Weihnachtskrippe, bestehend aus hölzernen, gefassten Figuren, fertigen.

1480 entstehen Königsaltäre mit freistehenden, vollplastischen und verstellbaren Figuren. Diese dürften als Vorformen der Krippe gelten.

Nach Rudolf Berliner kann von Krippe im eigentlichen Sinn erst von der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gesprochen werden. Das Wesentliche für die Krippe ist für ihn, dass diese räumlich-figürlichen Kleindarstellungen nicht dauernd, sondern zeitlich begrenzt aufgestellt werden und dass die Bestandteile nicht ortsgebunden sind, sondern erlauben, sie zu wechselnden Szenen beliebig zu komponieren.

Die größten Förderer der Krippenkunst waren die Jesuiten. 1560 erscheint in Coimbra (Portugal) die erste Krippe des Ordens. 1562 stellten sie zum ersten Mal nördlich der Alpen ihre Weihnachtskrippe aus. So legten sie den Grundstein für plastische Kirchenkrippen in Deutschland.
Diese Art der Krippen breitete sich in den folgenden Jahrzehnten weiter aus.

Krippen waren bis zu diese Zeit ausschließlich Angelegenheit der Kirche, jedoch wurden Krippen auch immer mehr in Privathäusern, zumeist in führenden Familien des Landes, aufgestellt.
Auf ihrem Entwicklungsweg über Residenzen der Könige, Fürsten und des Adels fand die Krippe schließlich auch Einzug in die Bauern- und Bürgerhäuser.
Ihre Blütezeit erlebt die Krippe im 18. Jahrhundert.
Im Zeitalter der Aufklärung wurden öffentliche Krippendarstellungen verboten und damit aber noch stärker in der Volkskunst verankert.

Im Laufe der Zeit, etwa der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, wandelte sich die Krippenlandschaft. Um das Geburtsereignis in die eigene Mitte zu verlegen, wurden sie immer öfter den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Die sogenannten Heimatkrippen wurden gebaut.

Verwendete Literatur:
Bogner, Gerhard: Das neue Krippenlexikon
Lidel, Erich: Die Schwäbische Krippe
Verein Bayerischer Krippenfreunde (Hrsg.): Handbuch für Krippenfreunde, Regensburg

Hier nun noch unsere Krippe ...die, worauf ich sehr stolz bin, unsere Tochter vor 7 Jahren gebaut hat. Die Figuren sind von den Gr0ßeltern meines Ehemannes


Wer noch mehr über Krippen, Krippenarten, Entstehung .....lesen möcht ....
WEIHNACHTSKRIPPEN

Ein sehr weitläufiges und interessantes Tehme ...führt es doch durch Geschichte , Länder , Brauchtum vieler Jahre undJahrhunderte!!!

Sonntag, 13. Dezember 2009

3.ADVENT

Heute brennt schon die 3.Kerze auf unseren Adventkränzen!!!
Und heute ist auch das Fest der Hl.Lucia, das hauptsächlich in Schweden gefeiert wird!
And diesem Tag tragen die Mädchen lange weisse Kleider und in den Haaren silbernes Lametta!
Die älteste Tochter des Hauses trägt an diesem Tag einen grünen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf!


Heilige Lucia (Luzia)- wird stets am 13. Dezember gefeiert


Es geht um die Heilige Lucia oder Santa Lucia. derer am 13. Dezember gedacht wird. Sie lebte im 3. Jahrhundert nach Christus in Syrakus auf Sizilien, zur Zeit der Christenverfolgungen unter dem römischen Kaiser Diokletian. Lucia war bereits Christin. Anderen Christen brachte sie Nahrungsmittel in die Katakomben, also in die unterirdischen Bauwerke, in den sich die Christen vor dem Zugriff der kaiserlichen Schergen verstecken mussten, den das Christum war zu jener Zeit streng verboten.


Und da beginnt die Legende um Lucia und da erklärt sich auch gleich ihr Symbol: der Lichterkranz, den sie auf dem Kopf trägt. Um beide Hände zum Tragen von Versorgungsgütern für die versteckten Christen freizuhaben, ging sie mit einer Krone aus brennenden Kerzen auf den Kopf in die dunklen Gänge dieser Katakomben. Sie soll so beseelt von diesem Leben gewesen sein, dass sie dem Weltlichen entsagen und Nonne werden wollte.

Als ihr Verlobter davon erfuhr, war er so enttäuscht, man könnte es auch gekränkte Eitelkeit nennen, dass er sie anzeigte. Lucia wurde festgenommen und zum Tod verurteilt. Sie sollte von Ochsen zu Tode geschleift werden, aber die Tiere weigerten sich, auch nur einen Schritt zu gehen, so sehr man sie auch antrieb. Am Ende wurde sie erdolcht. Sie starb also für ihren Glauben.

Besonders in Italien gibt es viele Denkmäler und Heiligenfiguren, die Santa Lucia zeigen. Der 13. Dezember ist der Tag von Santa Lucia. Bis ins 16. Jahrhundert galt die vorausgehende Nacht als die längste des Jahres. Mit Lucia aber begann die Zeit des Lichtes. Vor allem im winterlich besonders dunklen Schweden wird der 13. Dezember intensiv gefeiert. Ein weiß gekleidetes Mädchen, die so genannte Lussibrud was soviel heißt wie Luzienbraut, trägt einen Kranz mit brennenden Kerzen auf dem Kopf und weckt die Schlafenden, bringt ihnen Gebäck und natürlich die Hoffnung auf die Wiederkehr des Lichtes, gemeint ist hier die Lebens spendende Sonne.

Brauchtum einst..
Im Mittelalter wurden an diesem Tag die Kinder beschert, da der 24. Dez. erst langsam im 16. Jht. als Gabentag gefeiert wurde.

Ein alter Brauch ist es, an diesem Tage Weichselzweige abzuschneiden, um sie zu Hause in eine Vase mit Wasser zu stellen. Blühen diese nach 4 Wochen auf, so soll einem das Glück im kommenden Jahr hold sein!

Brauchtum heute...

In Schweden wird das Fest der Heiligen Lucia auf besondere Weise gefeiert. An diesem Tag wird in Schweden der Glögg (eine Art heißer Punsch) getrunken. Dort ist es im Dezember nur wenige Stunden hell, so dass die Menschen das Licht mehr zu schätzen wissen. Und Lucia wird als Heilige des Lichtes verehrt.

Die älteste Tochter im Hause stellt die Heilige "die Lussibrud" im weißen Kleid dar. Sie trägt einen grünen Kranz mit einer Reihe brennender Kerzen. So geht sie Morgens von Zimmer zu Zimmer und weckt die Eltern und Geschwister auf. Alle warten schon darauf, denn Lucia bringt die ersten Kostproben der Weihnachtsplätzchen mit. Aber eigentlich bringt sie noch mehr mit: Ihr Licht erhellt den Morgen des neuen Tages, die brennenden Kerzen sind Vorboten des Weihnachtslichtes.

Auch manche Pfarrgemeinden bei uns feiern die Heilige Lucia mit einem besonderen Gottesdienst.

Nach schwedischen Vorbild zieht Sankt Lucia im weißen Gewand, umgürtet mit einer weißen Schärpe, gekrönt mit einer Lichterkrone, begleitet von ihren Gefährtinnen, in die dunkle Kirche ein. Sie verkündigt die nahe Geburt Christi, der das wahre Licht der Welt ist.

Weihnachtsdekorations-Brauchtum:

Sowohl Lucienweizen als auch Lucialinsen werden in flache und immer feucht gehaltene Tonschalen gesät. Sie keimen und wachsen so kräftig, dass sie am Heiligen Abend in die Krippenlandschaft miteinbezogen werden können und dort an die wieder keimende Natur erinnern. Auch Weihnachtssträuße werden jetzt zusammen gestellt, so dass sie während der Adventszeit zur Freude anderer Menschen verschenkt werden können.

In diesem Sinn wünsche ich all meinen lieben Lesern einen besinnlichen 3.Advent, ohne Stress und mit viel Licht und Behaglichkeit mit Euren Lieben!

Herzlichst Ricki

Donnerstag, 10. Dezember 2009

BRAUCHTUM IN DER WEIHNACHTSZEIT

Es gibt ja viele Bräuche in der Vorweihnachtszeit!
einer davon ist , einen Mistelzweig aufzuhängen!
Woher der Brauch kommt?
Hier einiges über diesen mystischen Zweig!

MISTELZWEIG

"Kissing under the mistletoe":
Küssen unter dem Mistelzweig!


Sind wir nicht alle ein bisschen neidisch auf diese delikate englische Weihnachtstradition?! Aber was ist eigentlich ein "mistletoe" und wie erhielt er seine Verbindung zum Weihnachtsfest?

Vom botanischen Standpunkt gesehen, ist die Mistel als "Halbparasit" eine sehr interessante Pflanze. Sie wächst auf Baumstämmen und Ästen und streckt ihre Wurzeln in die Wirtspflanze, um von ihr Nahrung zu nehmen. Sie kann sich aber auch selbständig durch Photosynthese ernähren.



Bei der europäischen Mistel handelt es sich um ein immergrünes buschiges Gewächs. Sie trägt kleine gelbe Blüten und ihre Früchte bestehen aus mondfarbenen klebrigen Beeren. Meist siedelt sie sich auf alten Eichen und anderen hohen Bäumen an.

Erst im 16. Jahrhundert fand man heraus, wie es dieser Pflanze gelingt, sich von Baum zu Baum zu vermehren: Vögel picken die reifenBeeren auf und die darin enthaltenen Samenkörner gelangen mit den Ausscheidungen der Tiere an die Astrinden anderer Bäume.

Von den Kelten und Germanen wurden diesem geheimnisumwitterten "Halbparasiten" magische Kräfte zugesprochen. Die Mistel galt als heilig, als Spenderin des Lebens und der Fruchtbarkeit, als Schutz gegen Gift und als Aphrodisiacum.

Geerntet wurde zur Sommer- oder Wintersonnenwende im Rahmen einer rituellen Zeremonie. Das Schneiden der Zweige wurde von weiß gewandeten Druiden mit einer goldenen Sichel durchgeführt.



Man vermutete in der Mistel die Seele der Eiche und die Mistelernte symbolisierte auch die Überwindung eines alten Königs durch einen neuen. Hierin und in dem Termin der Ernte zur Mittwinterzeit, liegt vielleicht der Zusammenhang mit dem christlichen Weihnachtsfest.

Im Mittelalter und später wurde Mistel unter die Zimmerdecken gehängt, um böse Geister zu verjagen. Sie wurde auch auf dem Haus und an Stalltüren befestigt, um Hexen den Eintritt zu versperren. Außerdem glaubte man auch, dass die Mistel, genau wie der Ilex, gegen Feuer wirksam sei.


In einigen Gegenden Englands geben die Bauern den Weihnachtsmistelzweig der ersten Kuh, die im neuen Jahr ein Kalb geboren hat. Das soll sowohl ihr, als auch der ganzen Herde Glück bringen.

Das Küssen unter dem Mistelzweig geht zurück auf die griechischen Saturnalien und archaische, primitive Hochzeitsrituale. In Skandinavien gilt die Mistel als Friedenspflanze unter welcher sich Feinde zur Versöhnung küssen.

In England wird der Mistelzweig manchmal nach Weihnachten verbrannt, um zu verhüten, dass alle die sich darunter geküßt haben, heiraten werden! Nach dem Küssen einer Dame "under the mistletoe", muss der Herr übrigens eine der weissen Beeren pflücken. Wenn die letzte Beere geerntet ist, wird auch nicht mehr geküsst.
Quelle: www.der-englische-laden.de

Wir haben unseren Mistelzweig zwischen Küche und Essplatz auf einen dicken Deckenpalken hängen!


Mals sehen , wer wem küsst , und was dabei heraus kommt.......

Dienstag, 8. Dezember 2009

DIE ZEIT LÄUFT UND LÄUFT....

...und es ist ja nicht so, dass ich nichts mache!
Aber anscheinend habe ich zu viele Dinge gleichzeitig begonnen, und nun weis ich nicht , was ich als erster fertigen soll "zwinker"
Ein wenig kann ich Euch ja zeigen...wenn auch nur klitze-kleine Ausschnitte...solen ja Weihnachtsgeschenke werden !! Also psssst.......

Zum Beispiel eine gehäkelte Kette für eine liebe Freundin


Gehäkelte Vorhänge für die liebe Nachbarin.....


Einige Strickteile , die ich hier aber überhaupt nicht zeigen kann ..... die Tochterspionin lauert überall "zwinker"

Und zu guter letzt teste ich ein Strickmuster für ein Mystery-Tuch...


Und jedes Jahr neheme ich mir vor, frühe zu beginnen.....und jedes Jahr lass ich mich Zeit ....
Ok....nun eine warme Tasse Tee und dann wird fleissig die Nadel geschwungen

Sonntag, 6. Dezember 2009

BACTUS-NIKOLAUS-WICHTELN

Ich habe ja heuer bei Gabis Nikolaus-Wichteln mitgemacht!
Gezogen wurde ich für Karin
Gestern Abend durften wir nun unsere Nikolo-Päckchen-Säckchen öffnen!!!
Und seht was ich für einen traumhaften Bactus bekommen habe!!!


In einem wunderbarem Rot, extra für mich gefärbt 2schöööön"....man kann es leider im Foto gar nicht so festhalten!!!
Und ein süsses kleines Söckchen war auch dabei...und natürlich was leckeres für die Hüften :-)
Danke liebe Karin...lass Dich umarmen.....der Bactus ist wunderar kuschelig weich...und ich werde ihn sicher oft tragen!!

Und hier mein Bactus für Karin!
Ihr Wunschfarbe war Blau!
Ihr Wunsch ist mir Befehl...und da ich ja bekanntlich Perlenverrückt bin mussten Perlen auch mit rauf!

klich auf das Bild, um es zu vergrössern

Und beim stricken kam mir die Idee.....solch eine Farbe braucht eine eigenes Säckchen (rot geht da gar nicht) und so stickte ich auf Leinen einen Stern mit Verlaufsgarn!!
Liebe Karin, ich hoffe Deine Freude war genauso gross wie die Meinige!!!


Sankt Niklas` Auszug

Sankt Niklas zieht den Schlafrock aus,
klopft seine lange Pfeife aus
und sagt zur heiligen Kathrein:
Öl mir die Wasserstiefel ein,
bitte hol auch den Knotenstock
vom Boden und den Fuchspelzrock,
die Mütze lege oben drauf,
und schütte dem Esel tüchtig auf,
halt auch sein Sattelzeug bereit;
wir reisen, es ist Weihnachtszeit.
Und dass ich`s nicht vergeß, ein Loch
ist vorn im Sack, das stopfe noch!
Ich geh derweil zu Gottes Sohn
und hol mir meine Instruktion.

Die heilige Käthe, sanft und still,
tut alles, was Sankt Niklas will.
Der klopft indes beim Herrgott an,
Sankt Peter hat ihm aufgetan
und fragt: Grüß Gott! wie schaut`s denn aus?
und führt ihn ins himmlische Werkstättenhaus.

Da sitzen die Englein an langen Tischen,
ab und zu Feen dazwischen,
die den kleinsten zeigen, wie`s zu machen,
und weben und kleben die niedlichsten Sachen,
hämmern und häkeln, schnitzen und schneidern,
fälteln die Stoffe zu zierlichen Kleidern,
packen die Schachteln, binden sie zu
und haben so glühende Bäckchen wie Du.
Herr Jesus sitzt an einem Pult
und schreibt mit Liebe und Geduld
eine lange Liste. Potz Element,
wie viel artige Kinder Herr Jesus kennt!
Die sollen die schönen Engelsgaben
zu Weihnachten haben.

Was fertig ist, wird eingesackt
und auf das Eselchen gepackt.
Sankt Niklas zieht sich recht warm an;
Kinder, er ist ein alter Mann,
und es fängt tüchtig an zu schnein,
da muss er schon vorsichtig sein.

So geht es durch die Wälder im Schritt,
manch Tannenbäumchen nimmt er mit;
und wo er wandert, bleibt im Schnee
manch Futterkörnchen für Hase und Reh.
Aus Haus und Hütte strahlt es hell,
da hebt er dem Esel den Sack vom Fell,
macht leise alle Türen auf,
jubelnd umdrängt ihn der kleine Hauf:
Sankt Niklas, Sankt Niklas,
was hast du gebracht?
was haben die Englein
für uns gemacht?
"Schön Ding, gut Ding,
aus dem himmlischen Haus;
langt in den Sack! Holt euch was raus!"
Paula Dehmel (1862-1918)


Ich wünsche Euch und Euren Lieben , einen wunderschönen und besinnlichen 2.Advent!
Und natürlich einen braven Nilolaus!!

Bei uns waren gestern Abend ja schon die Krampusse (7 Stück an derZahl) wovon sich drei nicht abhalten liesen ins Haus zu kommen, worüber ich nicht sehr begeistert war, da das unseren Tieren dann doch zu viel wurde.
Unsere Katzen versteckten sich bis heut Morgen! Nicht mal mit ihrem Lieblingsfutter waren sie zu bewegen hervor zu kommen. Und unserer tapferer Hund ...der zitterte wie Espenlaub...den mussten wir "beschützen"!!!

Freitag, 4. Dezember 2009

4.Dez. HL. BARBARA

Die heilige Barbara - wird stets am 4. Dezember gefeiert

Sie gehört den 14 Nothelfer an.

Schutzpatronin der: Architekten, Artilleristen, Gefangenen, Glöckner, (viele Kirchenglocken tragen ihren Namen), Verwundete, Bauarbeiter, Feuerwehrleute, Waffenschmiede und für das Wetter. Schutzpatronin auch der Bergleute! Die Knappen erhielten im Bergwerk an diesem Tag das vor Unheil schützende "Barbaralicht", welches sie im Stollen zum Gedenken brennen lassen.

Geschichtliches

Die heilige Barbara lebte im 3. Jdt. in Nikomedia in Kleinasien. Heute heißt die Stadt Izmit und ist eine türkische Stadt am Marmarameer (nördl. von Istanbul).

Einst wurden die hl. Barbara, Margarethe und Katharina an einen gemeinsamen Tag gefeiert. Vermutlich war es der 17. September gewesen.

Legende

Ihr Vater, ein Heide, liebte seine Tochter über alles. Da er jedoch auch sehr eifersüchtig und argwöhnisch war, sperrte er sie immer in einen Turm ein, wenn er verreisen musste.

Obwohl Barbara sehr reich war, war sie dennoch sehr einsam und unglücklich. Als sie dann die christl. Religion kennen lernte, sah sie in einem christl. Leben ihre Aufgabe und ließ sich taufen. Dies war in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Decius in den Jahren 249 - 251.

Die Legende erzählt nun, dass der Vater als er von einer Geschäftsreise zurück kam, erstaunt feststellte, dass der Turm statt zwei Fenster wie bisher drei Fenster aufwies. Als er seine Tochter zur Rede stellte, gestand sie ihm, dass sie Christin sei und zur Erinnerung an die heilige Dreifaltigkeit drei Fenster im Turm haben wollte. Der Vater war entsetzt und versuchte alles, um sie vom Christentum loszureißen. Aus Enttäuschung und Wut über ihren Starrsinn zeigte er sie selber an! Sie wurde gefangen genommen und musste für ihren Glauben sterben. Den Vater erschlug unmittelbar nach der Untat aber der Blitz !

Das Brauchtum mit den Barbarazweigen soll auf ihre Gefangenschaft zurückgehen. Hier hat sie einen verdorrten Kirschbaumzweig mit Tropfen aus ihrem Trinknapf benetzt. In den letzten Tagen im Bewusstsein ihres Todesurteils fand sie Trost darin, dass der Zweig in ihrer Zelle blühte.

Barbarazweige, Barbarazweiglein

Besonders bekannt und verbreitet ist die Sitte, am Barbaratag am 4. Dezember einen Obstbaumzweig (Apfel-, Birke-, Haselnuss-, Kirsch-, Kastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweig) zu schneiden und in das geheizte Zimmer zu stellen.

Kommt der Zweig gerade am Weihnachtsfest zum Blühen, so wird das als gutes Zeichen für die Zukunft gewertet. Dieser Brauch wurde offensichtlich aus dem Brauchtum der "germanischen Lebensrute" übernommen und ist somit ein uralter Orakelbrauch.

Ein anderer netter Brauch, in Niederösterreich /Ö hängt man an die Barbarazweige Zettel mit Namen, und wessen Zweig blüht, der hat Glück, dessen Wünsche gehen in Erfüllung. (von Ernst Güntschl)

Pflege der Zweige (blühen Sie bis Weihnachten)

Variante 1 - Vor dem Schnitt hat es noch nicht gefroren.
Die Zweige ca. 14 Stunden in warmes Wasser legen (Stelle das Gefäß in Ofennähe!) Das ist so zu sagen ein Startsignal für das Erblühen.

Variante 2 - Es hat bereits gefroren.
Die geschnittenen Zweige ins Wasser geben und in einen kalten Raum stellen (Der Temperaturunterschied ist somit nicht zu groß.) Der nächste Raum sollte dann ca. 15°C haben. Zweige mehrmals täglich besprühen, damit sie nicht austrocknen. Das Wasser sollte alle 2 Tage gewechselt werden.


Brauchtum / Aberglaube

Die Barbarazweige als Liebesorakel:
Am Barbaratag sind die Mädchen am Zug. In der Nacht werden nach altem Brauch Zweige vom Kirschbaum abgeschnitten und jedes Zweiglein mit dem Namen der Verehrer versehen. Derjenige wird Bräutigam, dessen Zweig als erster erblüht. Die Blüten sollten allerdings bis zum Weihnachtstag aufgebrochen sein, ansonsten gilt das Mädchen als "unkeusch". Rein phänomenologisch betrachtet, ist die Zeitspanne vom 4. Dezember bis zu Weihnachten genau auf das Aufblühen der Kirschzweige abgestimmt. Falls der Zweig wirklich nicht erblüht, ist am Gerücht etwas dran - oder die Temperatur hat einfach nicht gepasst ;)

Alter Orakelbrauch

Wenn man vor Wintereinbrauch das Vieh von den Weiden in die Stallungen trieb, nahm man solche Zweiglein von den Bäumen mit. Stellte sie in eine Vase mit Wasser. Zu Weihnacht schloss man aus der Anzahl der Blüten auf die Fruchtbarkeit (Wetter) des darauf folgenden Jahres.

Symbolisch stehen die aufgeblühten Zweiglein für das Weihnachtslied "Es ist ein Ros´entsprungen".

Copyright © 1995-2009 by www.kirchenweb.at